aus dem leben einer katzenmama

By Miss Insane - 11:21

Du stehst morgens komplett verschlafen auf, humpelst aus dem Schlafzimmer hinaus und Deine Lieblinge erwarten Dich bereits wie Hennen auf der Stange sitzend vor Deiner Schlafzimmertür.
Du hast nur mit dem kleinen Zeh flüchtig den Boden berührt und sie haben es natürlich gehört.
Schnurrend, murrend, miauend und quietschend schlängeln sie sich um Deine Beine und begrüßen Dich, möchten gestreichelt werden.
Du streichelst Deine Miezen mit lediglich einem geöffneten Auge, wechselst im Halbschlaf die halbleeren Wasserschüsseln und füllst das Trockenfutter auf.
Währenddessen streichelst Du mit der dritten Hand, die Dir als Katzenmama gewachsen ist, beide Kater.


Die beiden schmatzen genüsslich vor sich her, plappern dabei und Du gehst derweil in die Küche und möchtest auch Dir Frühstück machen.
Du holst das Müsli aus dem Küchenschrank - der erste Kater kommt meckern angerannt.
Du öffnest den Kühlschrank und holst die Milch heraus - der zweite Kater steht schreiend vor Dir, obwohl sich beide gerade den Bauch vollgeschlagen haben.
Mutti's Essen ist grundsätzlich interessanter und besser, selbst wenn sich auf dem Teller das eigene Katzenfutter befinden würde. Das ist ein Gesetz.
Also setzt Du Dich an den Esstisch und isst Dein Müsli - mit einem Kater auf der Schulter sitzend, der Dir vom Kratzbaum aus auf eben diese gesprungen ist und der andere schnurrt bettelnd um Deine Beine herum.
Irgendwann geben sie meckernd auf und legen sich hin - einer vor den Stuhl, der andere dahinter, damit Mutti nicht barrierefrei aufstehen kann. Haha!


Die Katzen haben die ganze Nacht hindurch geschlafen und doch ist ab spätestens 9 Uhr nochmals Schlafenszeit angesagt. Die beiden sind immerhin noch Babies.
Du kuschelst also mit beiden bis sie zufrieden eingeschlafen sind, möchtest Dich Deinem anfallenden Haushalt widmen und stehst auf - ein schwerwiegender Fehler!
Just in diesem Moment, in dem du lediglich darüber nachgedacht hast aufzustehen, gehen die Augen der Katzen schlagartig auf und sie mustern Dich mit einem vernichtenden Blick "steh auf und ich schreie Dich an. Versprochen".
Du bleibst also sitzen bis sie wieder seelig schlummern und versuchst erneut Deine Flucht in die Haushaltsführung; dieses Mal gelingt sie.
Du rennst wie von der Tarantel in deine Freiheit und musst frustriert feststellen, dass die Katze bereits an der Badezimmertür steht, während Du Dich noch triumphierend umdrehst und Dich wunderst, weshalb sie nicht mehr schnarchend auf dem Sofa liegt.
Also nimmst Du Deine Katzen mit ins Badezimmer und fängst unter neugierigen Blicken zu putzen an.
Den natürlich Feind Staubsauger fürchten sie übrigens auch Monate später noch, selbst wenn er jeden Tag läuft.





Also bist Du fertig mit dem Haushalt und powerst Deine Katzen mit einer Spieleinheit so richtig aus - das denkst Du, denn in Wahrheit ist es folgendermaßen: sie powern Dich aus.
Die Katzen und Du sind völlig fertig, nachdem ihr Fußball gespielt, die Katzenangel ausgiebig herumgeschleudert und den Kratzbaum und die Couch hoch und hinunter gesaut seid.
Ihr legt Euch auf die Couch und kuschelt - bis einer der Jungs auf die glorreiche Idee kommt, mittels Wrestling dem ganzen noch das Krönchen aufzusetzen und springt mit Karacho auf sein schlafendes Brüderchen.
Mit Mühe und Not bekommst Du den Undertaker-Kater, der sich im Nacken des anderen fest gebissen hat herunter und bist nun selbst die Fighting Area, bis auch diese Kamikaze-Katze erschöpft einschläft.

Nun schnarchen sie mindestens 4 Stunden vor sich hin und Du selbst bist zu fertig um etwas produktives zu machen und zu aufgedreht um zu schlafen - was machst Du jetzt also?
Während Du stundenlang darüber nachdenkst, was Du mit deiner "Freizeit" denn nun anstellst und endlich zu einem Ergebnis gekommen bist, wacht Kater Nummer 1 meckernd auf.
Sich streckend und langsam dackelnd bewegt er sich zu seinem Trinknapf, kommt binnen weniger Minuten wieder zu Dir, lässt sich direkt auf Deinen Magen fallen und schläft schnarchend weiter.
Soviel zum Thema.
Am Ende schläfst Du durch das wohltuende und beruhigende Schnurren deiner Schmusekatzen ebenfalls glücklich und zufrieden mit ein.


Auch wenn deine Vierbeiner manchmal divenhaft und anstrengend sein können - genauso sehr liebst Du sie und sie Dich nicht weniger.

Yoshi und Liam sind wundervoll - von Kopf bis Fuß.

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1 Kommentare

  1. Soooo süß geschrieben und die beiden sind echt niedlich! Freue mich soooo sehr, dass übernächste Woche auch unser viertes Schätzchen einzieht ^.^ die Vorfreude ist RIESIG :D

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